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Reisebericht Barcelona 2


So, endlich gibts auch noch einen kurzen Bericht meines Silvesteraufenthaltes in BCN.
Wie nicht unbedingt zu erwarten war, lagen die Temperaturen meist über 20° und man konnte tagsüber angenehm im T-Shirt rumlaufen. Für die Winterszeit ist mir so ein Klima aber nix, da ist Schnee einfach passender ;) Der nächste Urlaub geht also sicher eher nach Norwegen, Großbritannien oder ähnliches.

bild1_klDas wichtigste Ausflugsziel war dieses mal die Sagrada Familia, die ich nun endlich mal von innen zu Gesicht bekommen habe.
Nach 2 Schlangen und zweimal Geldabdrücken später konnte man auch eine herrliche Aussicht über die Stadt genießen. Durstig von der langen Besichtigung bestellte ich in einer nahe gelegenen Kneipe ein Bier... - Merke: Kaufe nie irgendwas, wo der Preis nicht angegeben ist. bild2_klGeschmeckt hat das 7,50€-Bier jedenfalls nicht besser als stinknormale 50Cent-Plörre. Am 31. 12. wurde es leider auch nicht billiger - als das 30€ teure Abendessen aufgetischt wurde, hielt ich es zuerst für eine Gratis-Mini-Salatvorspeise. So kann man sich irren...
Kein wunder das bei diesen Preisen niemand Geld für Silvesterknaller übrig hatte. Denn bis auf ein neues Luxushotel hat in der gesamten Stadt scheinbar niemand irgendetwas in die Luft geschossen. Die spanischen Weihnachtsbräuche sind im übrigen genauso seltsam - Sichwort: "Kackstamm"; aber das ist wieder eine andere Geschichte.

Immerhin kann ich nun sagen, Silvester mal am Strand gefeiert zu haben.bild3_klZu Silvester denkt man zwar, das Weihnachten vobei sein müsste, nicht aber in Spanien - dort gibts gleich zweimal Bescherung & die zweite ist immer erst am 6. Januar. bild4_klDeshalb war es auch überall noch weihnachtlich geschmückt & die Menschen waren in Einkaufslaune. Auch wir waren ein wenig shoppen. Dabei fielen mir besonders die DVD-Regale ins Auge - Welktriegsdokus, Kriegsfilme, Sammlerboxen & Special Editions....bestimmt 100 Produkte...mit fetten Hakenkreuzen drauf! Jedenfalls ein sehr ungewöhnlicher Anblick, sowas bekommt man in Deutschland nicht zu Gesicht. ^_^ Im neuen Jahr stand dann auch gleich der Geburtstag von Sabine an, in den wir mit Mitternachts-Torte reingefeiert haben ... es war also immer was los!

Vermissen werde ich Spanien aber trotzdem nicht. Good old Germany ist eben doch ein tolleres Land. Mit weniger Bettlern, trinkbarem Wasser, schöneren Wohnungen, viel tollerem Klima, ordentlichen Baumärkten & das beste ist: Man wird nicht an jeder Ecke beklaut!

MfG Matthias


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Unser Unialltag @ ESERP Business School


Nun möchte ich auch endlich mal ein bisschen über den eigentlichen Grund unseres Aufenthaltes berichten – das Studium an der ESERP Business School.

Die ESERP ist, wie uns immer wieder mit Nachdruck erzählt wird, eine der TOP 5 Business Schools in Spanien (je nach Ranking-Agentur und berichtender Zeitung). Wie wir im Laufe der Zeit erfahren haben, ist das Studium an dieser Business School mit 9000 € pro Jahr noch eines der günstigsten Angebote – gar ein Schnäppchen. In den Business Schools die im Ranking über dieser stehen haben Preise von 25.000-60.000€ pro Jahr!! Da haben wir schon verdammt Glück das wir aus Schmalkalden kommen und das Ganze für „Lau“ bekommen.

Die Studienzeiten an der ESERP sind für unseren international MBA von 19-22 Uhr angesetzt. Dies resultiert daraus, dass viele unserer Kommilitonen tagsüber einen Vollzeitjob haben, um sich das Studium überhaupt leisten zu können. Anfangs waren diese Zeiten sehr gewöhnungsbedürftig, aber nach 2 Monaten haben wir uns gut damit arrangiert. Jetzt könnte man denken – super den ganzen Tag Freizeit um Barcelona zu erkunden! Dem ist jedoch nicht so. Jeder Professor überschüttet uns am Ende einer Vorlesung mit Hausaufgaben (manche mehr manche weniger). Hier ein Case zu lesen, da eine Summary zu schreiben, dort ein Paper anzufertigen oder ähnliches. Man hat also vor der Uni auch noch einiges zu tun. Da es hier keine Abschlussprüfungen gibt, wie in Schmalkalden, hat man 4-5 Wochen lang die gleichen Fächer und muss am Ende eine Abschlussarbeit abgeben. Wie diese auszusehen hat, kann jeder Professor für sich bestimmen. Viele splitten die Aufgabe in 3 Teile: Case Study währenddessen, Mitarbeit und Finales Projekt. Der Umfang für das Finale ist bei jedem unterschiedlich – von 2-9 Seiten ist alles drin (innerhalb einer Woche zu bearbeiten auf Englisch und dann am besten in 4 Fächern gleichzeitig).LernenLernen2 Unser extremster Fall war Aidan King – sein Final Projekt beinhaltete einen Fall zu analysieren. Dabei sollte man mit allem was man gelernt hatte schauen, was man in der Firma hätte besser machen können. Das bedeutete eine 300 Folien Präsentation durchzugehen und zusätzlich ca. 150 Seiten Text, die er verteilt hat. Nachdem wir diese Aufgabe bewältigt hatten, haben wir (alle Studis aus Schmalle) eine Party geschmissen mit Glühwein und Lebkuchen.

Party1Party2

Generell sind das Studium und die ganze Organisation an der Uni sehr unorganisiert und demzufolge oft amüsant. Der eine weiß nicht was der andere macht und alle sind oft einfach nur konfus. So konnte man uns beispielsweise erst im November mitteilen, wann Weihnachtsferien sind oder wann das Semester endet. Auch unseren Studentenausweis haben wir bis heute nicht erhalten, und das Semester ist fast vorbei.

In der Pause werden Getränke und kleine Snacks gratis zur Verfügung gestellt. Allerdings sind wir die letzte Gruppe die Pause hat und demzufolge sehen die Tabletts mit dem Essen auch aus. Aber die Vorlesungen sind normalerweise sehr interessant, da wir Professoren und Kommilitonen aus so vielen verschiedenen Ländern haben. Jetzt sind es noch zwei Wochen bis zu den Weihnachtsferien. Dann heißt es erst mal drei Wochen frei!

Uni_AussenUni_Innen


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